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das Derby FC Eintracht Bamberg - Schnüdel 05

in Meisterschafts-Ticker 04.04.2011 20:31
von R F - El Presi No. 6 | 1.903 Beiträge | 2963 Punkte

Großer Polizei-Einsatz beim Franken-Derby

Fußball-Fans unter der Lupe "Jetzt habt ihr euer Pulverfass." Ewald Full ist sauer, denn kurz vor Spielbeginn rumort es im Fanblock des FC Schweinfurt 05.



Schikane oder aus Gründen der Sicherheit unabdingbar? Personenkontrollen am Schweinfurter Bahnhof vor der Abfahrt nach Bamberg. Fotos: Tobias Köpplinger

Für das Franken-Derby beim FC Eintracht Bamberg hatten sich die Fans des FC 05 ordentlich ins Zeug gelegt, hatten Plakate gestaltet und eine kleine Choreografie vorbereitet. Und jetzt bekommt Ewald Full die Information, dass die Banner nicht am Stadionzaun angebracht werden dürfen. Der 40-Jährige ist der inoffizielle Fan-Beauftragte des unterfränkischen Traditionsvereins und muss den Schnüdel-Fans diese schlechte Nachricht überbringen, weil die Polizei-Beamten vor Ort für ihre Video-Überwachung ein freies Blickfeld in den Gäste-Fanblock verlangen und zudem einen Anti-FC-Bamberg-Spruch auf einem Plakat als unnötige Provokation ablehnen. "Das war ein Spruch in Anlehnung an einen Film. Die Jungs haben viele Stunden und Geld in eine Choreografie investiert und jetzt ist alles umsonst." Und die Laune des Berufssoldaten wird noch schlechter, als er erfährt, dass die Schweinfurter in ihrem Block weder zu essen noch zu trinken bekommen sollen.
Zwei Stunden vorher gleicht der Schweinfurter Bahnhof einer Festung. "Wir erwarten bis zu 200 Schweinfurter Fans, die ihre Mannschaft in Bamberg unterstützen wollen", erzählt Einsatzleiter Wolfgang Schäfer. Außergewöhnliche Umstände für ein Spiel der Fußball-Bayernliga, das später keine 800 Personen sehen wollen. Mit gutem Grund. Die Fan-Gruppierungen beider Vereine verbindet eine große Rivalität, die bereits im Hinspiel negative Schlagzeilen produzierte nach Scharmützeln rund um den Bahnhof. Und das soll kein zweites Mal passieren. "Wir sind für diesen Einsatz sensibilisiert, aber auch gut strukturiert. Und wir hoffen, Auseinandersetzungen vermeiden zu können", so Polizeioberrat Schäfer. Eine halbe Stunde vor Zugabfahrt trudeln die ersten Schnüdel-Fans ein, nicht gerade begeistert von diesem Empfang. "Das ist reine Schikane, für die es keinen Grund gibt. Schließlich ist aktuell nichts vorgefallen. Solche Sachen fördern nur die Aggressivität", ärgert sich Mario Roosingh. Der ehemalige Fan-Beauftragte vertritt immer noch die Belange der Anhängerschaft und ist auch ein wertvoller Ansprechpartner für die Einsatzleitung. Erste Personen-Untersuchungen werden vorgenommen. "Die Intensität unserer Maßnahmen richtet sich immer nach dem Verhalten der Fans. Die Verhältnismäßigkeit muss immer gewährleistet sein. Schmähgesänge gegen die Polizei rechtfertigen zum Beispiel keinen Schlagstock-Einsatz", erklärt Polizeikommissar Fabian Hüppe. Der Pressesprecher der Bundespolizei-Inspektion in Würzburg legt Wert darauf, alle Aktionen im Sinne der Gewalt-Prävention bewertet zu wissen. "Es ist kein Problem für uns, dass die Fans wissen, dass wir da sind. Wir betreiben kein Versteckspiel und legen Wert auf eine offene Kommunikation. Unsere Ansprache an die Fans soll bestimmt, höflich und direkt sein."
An der Sinnhaftigkeit der Personenkontrollen lässt Hüppe keine Zweifel. "Es gibt leider eine Klientel, die immer wieder versucht, Pyrotechnik ins Stadion zu schmuggeln. Dabei handelt es sich zum Teil um gefährliche, mitunter sogar selbst gebastelte Knallkörper. Auch bei uns erlitten schon Beamte Knall-Traumata." Um kurz nach 13 Uhr setzt sich der Zug gen Bamberg in Bewegung. Ein regulärer Zug übrigens, in dem die Polizei-Beamten und die Deutsche Bahn den Fußball-Fans ein eigenes Abteil reservierten. Nicht mehr als 50 Schnüdel-Unterstützer haben sich für die Anfahrt auf Schienen entschieden, mindestens so gut bewacht wie die Kronjuwelen.
In der Domstadt wechseln die Zuständigkeiten der Staatsgewalt. Während an den Bahnhöfen in Schweinfurt und Würzburg die Bundespolizei das Sagen hat, liegt die Verantwortung am und im Fuchspark-Stadion bei der Bamberger Landespolizei, die an diesem Tag zusätzlich Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) angefordert hat.
Unsichtbar für die Fußball-Fans, die unter Dauerbeobachtung zum Stadion und dort direkt in den Fanblock geleitet werden, wo sich Ewald Full längst eingefunden hat. Ebenso wie Uwe Becker und Carsten Weiß, als szenekundige Beamte der Polizei-Inspektion Schweinfurt intime Kenner der Szene. Das Gros der grün-weißen Gefolgschaft ist mit PKW angereist, sodass mit Spielbeginn über 200 Personen den Gästefanblock bevölkern. "Bis jetzt ist es relativ ruhig. Wir sind mit starken Kräften da. Vereinzelte Bamberger Fans wurden am Bahnhof gesichtet. Wenn wir die Fans alleine lassen, dann würde es klappern", glaubt Polizeirat Klaus Linsner, der Einsatzleiter vor Ort. "Die Einsatzkräfte haben bei uns sogar so eine Art Bannmeile errichtet, um potentiellen Unruhestiftern den Zugang zum Stadion zu verbieten", berichtet mit Jürgen Schütz der Fan-Betreuer des FC Bamberg.
Aufgrund der frühsommerlichen Temperaturen reagiert der Gastgeber und sorgt für den Verkauf von - nicht alkoholischen - Getränken. Warum dies zunächst in Glasflaschen passiert, bleibt das Geheimnis des Ausrichters. Denn Glasflaschen sind laut Stadionordnung verboten. Die Einsatzkräfte vor Ort müssen aus Gründen der Sicherheit den Verkauf also wieder einstellen, sodass den durstigen Fans nur der Gang in die Gaststätte in unmittelbarer Nähe bleibt. Das Plakatverbot zieht Zoff nach sich. "Die Choreo sollte zum Schmunzeln anregen und nicht provozieren. Es ist doch ein Derby. Und es ist doch besser, wenn die Jungs ihre Energie für so etwas einbringen. Stattdessen ziehen die Einsatzleiter ihr Ding durch. Man fühlt sich mitunter behandelt wie ein Schwerverbrecher", findet Full. Ein Teil der Unterfranken boykottiert das sportliche Geschehen, während sich die Fan-Lager verbal duellieren. Und auf einmal passiert exakt das, was alle Verantwortlichen vermeiden wollten. Es kommt zur direkten Konfrontation der Parteien, nach Pöbeleien aus Reihen der Bamberger Gefolgschaft. Offensichtlich recht einfach hatten Schweinfurter eine Verbindungstür öffnen können, die den direkten Zugang in den Bamberger Block ermöglicht mit etwa 30 Sympathisanten der "Violetten". Bis die Einsatzkräfte, bis dato im Hintergrund beobachtend, reagieren können, üben sich bereits Personen beider Seiten im Vollkontakt. "Diese Aktion war natürlich nicht in Ordnung. Aber das war auch dilettantisch, so eine neuralgische Stelle so wenig zu sichern", so Full rückblickend. "Wenn man sich im Vorfeld vernünftig austauschen würde, könnte man sich viel Ärger und auch Kosten für den Steuerzahler sparen", findet Full.
Die Ordnung ist schnell wieder hergestellt, doch fortan ist die Atmosphäre aufgeladen und unnötig vergiftet. Was die Problematik verschärft: Eigens für dieses Spiel sind Personen ins Stadion gekommen aus der Fan-Szene von 1860 München, 1. FC Nürnberg, Kickers Offenbach und FC Ingolstadt. "Da sind Leute dabei, die ein bundesweites Stadionverbot haben, was aber für die Bayernliga nicht zählt", weiß Uwe Becker.
Ach ja. Das Spiel endete 3:0 für die Oberfranken. Schade, dass das an diesem Samstag eher zur Randnotiz wurde.


Weil eine Verbindungstür nur unzureichend gesichert war, musste während des Spiels ein Teil des Unterstützungs-Kommandos die Fan-Lager wieder trennen.


Fan-Betreuer unter sich: Der Schweinfurter Ewald Full (links) und der Bamberger Jürgen Schütz.

Quelle: http://www.hauptkampfbahn.de/t507313f117...html#msg7294407


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